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Südsudan – Juba: Ein Blick auf das jüngste Land der Welt

 Der Südsudan, das jüngste Land der Welt, wurde 2011 nach einem langen und blutigen Bürgerkrieg von Sudan unabhängig. Mit einer Fläche von 619.745 Quadratkilometern und einer Bevölkerung von etwa 11 Millionen Menschen, ist das Land reich an Ressourcen, leidet jedoch unter politischer Instabilität und humanitären Krisen. Die Hauptstadt Juba, am Ufer des Weißen Nils gelegen, ist das politische und wirtschaftliche Zentrum des Landes. Geschichte und Hintergründe Der Weg zur Unabhängigkeit war von Konflikten geprägt. Der erste Sudanese Bürgerkrieg (1955-1972) und der zweite Bürgerkrieg (1983-2005) führten zu Millionen von Toten und Vertreibungen. Das umfassende Friedensabkommen von 2005 legte den Grundstein für die Unabhängigkeit, die am 9. Juli 2011 offiziell wurde. Allerdings wurde die Hoffnung auf Frieden schnell durch interne Machtkämpfe und ethnische Spannungen überschattet. 2013 brach ein neuer Bürgerkrieg aus, der bis heute die Stabilität im Land gefährdet. Politische Lage und He...

Omukisa e.V.

Hallo, ich bin Mario.

Viele kennen mich in Karlsruhe aus der Toro Tapasbar, deren Besitzer ich bin. Heute möchte ich euch erzählen, wie ich aus dem Nichts zum Mitgründer eines Vereins wurde, der es sich zum Ziel gesetzt hat, Kindern in Afrika zu helfen.
Wie gesagt, ich bin täglich, Abend für Abend im Toro.
Seit vielen Jahren habe ich hier das Glück, jeden Abend besondere Menschen kennenzulernen. So auch Isabelle und Julian. Isabelle und Julian gehören zu diesen besonderen Gästen, die im Laufe der Jahre zu Freunden des Hauses geworden sind. Immer freundlich, immer nett, immer strahlend und nie anstrengend. Einfach Menschen, die man gern hat.

Es war im Jahr 2021 oder 2022, als sie mir von ihrem Urlaub in Afrika erzählten.
„Du Mario“, sagten sie, „wir haben da in Afrika Charles kennengelernt. Er arbeitet in dem Hotel in Uganda, in dem wir Urlaub gemacht haben. In den täglichen Gesprächen auf Englisch hat Charles uns von Omukisa erzählt.“ Omukisa ist sein kleines Dorf, ein armes Dorf, wenn man es nach westlichen Standards betrachtet. Ohne Schulen, ohne Bibliotheken, ohne Kino und Shoppingcenter und – am wichtigsten – ohne sauberes Wasser. Davon gibt es leider jede Menge, nicht nur in Uganda.

Die Kinder dort gehen jeden Tag zu einer Art Brunnen, um Wasser zu holen. Was ich hier als Brunnen bezeichne, ist jedoch eigentlich nur ein tiefes Loch, das eher wie eine Pfütze aussieht. Die Farbe des Wassers, mit dem die Familien dort kochen und aus dem sie trinken, ist beige bis braun. Diese Geschichte hat uns alle tief berührt, und so entstand spontan die Idee, zu helfen.

Gesagt, getan. Wir haben die Türklinken geputzt und überall bei Freunden, Bekannten und Geschäftsleuten in Karlsruhe nach gebrauchten Kleidern gefragt. Die Resonanz war enorm. Alle brachten etwas mit: Fußbälle, Turnschuhe, Sommer-Shirts. Vollgepackt wie eine Umzugsfirma flogen Isabelle und Julian nach Uganda und verteilten erfolgreich die Spenden. Die Bilder von den beiden in Omukisa waren herzzerreißend. Zu sehen, wie sich die kleinen Kinder und Jugendlichen in Omukisa über Kleinigkeiten von uns freuten, ließ einem automatisch Krokodilstränen kullern. Und so kam es, wie es kommen musste: Der nächste Schritt wurde in Angriff genommen – die Gründung eines Vereins, um noch mehr Hilfe und Spenden zu sammeln.

Angefangen haben wir damit, Sommerkleidung zu sammeln, Fußballbälle für die Kinder und Schulmaterialien für die Klassen. Jetzt, knapp zwei bis drei Jahre später, ist aus der spontanen Idee ein Verein geworden: Omukisa e.V. Ich bin gespannt, wo uns dieser Weg noch hinführen wird.

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